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18.06.2018 / Ausland / Seite 8

»Überraschend war die hohe Kampfbereitschaft«

Streiks, Demonstrationen, direkte Aktionen: In Frankreich wächst der Widerstand gegen die Regierung. Gespräch mit Thierry Robin

Andreas Schuchardt

Seit Anfang Ap ril streiken die französischen Eisenbahner mit Unterbrechungen gegen »Reformpläne« der Regierung. Wie ist die Lage nach fast zwei Monaten Ausstand?

Premierminister Édouard Philippe hat wiederholt erklärt, die Öffnung für private Konkurrenz im Bahnsektor und die Abschaffung des Beamtenstatus ab 2020 seien nicht verhandelbar. Nur über die Umsetzung der Reformen könne man reden. Diese klare Ansage im Zeichen einer ganz neuen »Verhandlungskultur« hat alle Gewerkschaftsverbände bei der Bahn brüskiert.

Überraschend war die hohe Kampfbereitschaft, besonders bei den jungen Arbeitnehmern, aber auch bei mittleren und sogar leitenden Angestellten. Mehr als die Aufrufe der Führung des Allgemeinen Gewerkschaftsbundes CGT hat den Streikwillen der Kollegen gefördert, dass Regierung und Medien sie wahlweise zu Sündenböcken der fehlenden Investitionen in den letzten Jahrzehnten oder zu Privilegierten des Systems abgestempelt haben. Nicht kalkuliert sind auf...

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