14.06.2018 / Ausland / Seite 6

Wasser als Waffe

Der Irak macht türkischen Damm für Wasserknappheit verantwortlich. Aber es gibt andere Ursachen

Nick Brauns

Es sind alarmierende Bilder, die in den letzten Tagen aus dem Irak kamen. Zu Fuß durchqueren junge Männer bei Bagdad den Tigris, das Wasser reicht ihnen teilweise nur bis zum Knie. Zusammen mit dem Euphrat bildet der Fluss die Lebensadern der als Mesopotamien (Zweistromland) bekannten Region, die den Irak sowie Teile der Türkei und Syriens umfasst. Weil die Trinkwasserversorgung der Großstädte Bagdad, Mossul und Basra vom Wasser des Tigris abhängt, fürchten Bauern um ihre Existenz. Zudem drohen die von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannten Sumpflandschaften im Südirak auszutrocknen.

Der nationale Sicherheitsrat des Irak machte schnell einen Schuldigen aus: die Türkei. Denn zu Monatsbeginn hatten türkische Medien gemeldet, dass die Aufstauung des Tigris durch den Ilisu-Großstaudamm begonnen habe. Der erste von drei Umleitungstunneln, die während des Dammbaus angelegt wurden, sei geschlossen worden, erklärte die türkische Wasserbaubehörde DSI.

Durch den...

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