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12.06.2018 / Feuilleton / Seite 10

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Wie aus dem Wahlkampf der Grünen in den Nullerjahren: »Phantom (Ein Spiel)« am Berliner Grips

Rafik Will

In der Filiale einer Burgerkette finden die Mitarbeiter beim Saubermachen ein Baby. Das Neugeborene liegt im Müll, ist in eine Decke gewickelt und schläft. Die Polizei wird gerufen, um das Baby abzuholen. Auf den Überwachungsvideos sieht man nur eine Frau mit Kopftuch, wie sie kurz vor Ladenschluss einen Haufen Papierhandtücher von der Toilette mitnimmt. Identität unbekannt. Das ist die Ausgangssituation von »Phantom (Ein Spiel)«, von Lutz Hübner und Sarah Nemitz, das am Donnerstag im Berliner Grips Premiere hatte.

Eine unbekannte Frau mit Kopftuch also, doch mit der Debatte um das Kopftuch als religiöses Symbol hat das nichts zu tun. Das Kopftuch soll hier einen osteuropäischen Migrationshintergrund kennzeichnen und für die Herkunft aus einer Roma-Familie stehen.

Die Entstehungsgeschichte des Stücks, einer Auftragsarbeit des Nationaltheaters Mannheim, die am Grips als Einstandsarbeit von der Regisseurin Petra Zieser inszeniert wird, reicht ins Jahr 2015 ...

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