12.06.2018 / Ausland / Seite 8

»Eine Schande für Europa«

Italien verweigert einem Rettungsschiff die Aufnahme. An Bord befinden sich 629 Geflüchtete. Gespräch mit Verena Papke

Kristian Stemmler

Ihr Rettungsschiff »Aquarius« kreuzt mit 629 Flüchtlingen an Bord im Mittelmeer, weil die neue italienische Regierung die Aufnahme verweigert und auf Malta verweist, das sich auch für nicht zuständig erklärt. Wo befindet sich das Schiff momentan und wie kam es zu der Situation?

Wir hatten mehrere Rettungen in der Nacht zum Sonntag, das Schiff befindet sich jetzt zwischen Malta und Italien. Wie immer ist die »Aquarius« nach dem Rettungseinsatz Richtung Italien gefahren. Koordiniert wurden unsere Einsätze bisher immer von der Seenotrettungsleitstelle in Rom, dem Maritime Rescue Coordination Centre. Die weist dem Schiff normalerweise einen Hafen zu. Jetzt ist uns das erste Mal das Anlaufen eines Hafens in Italien verweigert worden.

Unter den Flüchtlingen an Bord sollen 123 unbegleitete Minderjährige, elf kleine Kinder sowie sieben schwangere Frauen sein.

Ja, und es sind Personen dabei, die von unserem Partner, den Ärzten ohne Grenzen, medizinisch versorgt we...

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