11.06.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Kräftemessen in Leipzig

Linke-Bundesparteitag: Bisherige Vorsitzende mit herben Verlusten im Amt bestätigt. Heftige Debatte zur Migrationspolitik nach Wagenknecht-Rede

Jana Frielinghaus

Am Sonntag kochten die Emotionen noch einmal hoch auf dem 6. Linke-Bundesparteitag in Leipzig. Auslöser war die Rede von Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht, nach der Delegierte eine sogenannte begrenzte Debatte von einer Stunde verlangten. Die Mehrheit für diese Forderung war denkbar knapp: 250 der Anwesenden stimmten zu, 249 dagegen. Es ging einmal mehr um die Asyl- und Migrationspolitik der Partei.

Am Vortag waren die beiden Bundesvorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger im Amt bestätigt worden. Besonders herbe Stimmenverluste von fast zehn Prozent musste dabei Kipping hinnehmen (siehe Hintergrund). Dies dürfte Ergebnis der heftigen Auseinandersetzungen zwischen den Vorsitzenden auf der einen und einer Gruppe der Linksfraktion um deren Chefin Sahra Wagenknecht auf der anderen Seite in den letzten Monaten sein. Erstere hatten in der Debatte um Flucht und Migration vor Zugeständnissen an AfD-Wähler gewarnt, während letztere die Parteispitze p...

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