09.06.2018 / Feuilleton / Seite 11

Als Algier noch revolutionär war

Aus der antikolonialen Gegengeschichte: In Wien werden erstmals Arbeiten von Bouchra Khalili gezeigt

Sabine Fuchs

Mit ihren ästhetisch eleganten, aber emotional aufrüttelnden Erkundungen einer antikolonial-revolutionären Gegengeschichte ist Bouchra Khalili die Künstlerin der Stunde. Die Secession in Wien präsentiert nun erstmals ihre wichtigsten Arbeiten in Österreich.

Aufgewachsen ist sie in Marokko, dann das Studium in Paris, jetzt lebt und arbeitet sie abwechselnd in Berlin und Oslo – die 1975 in Casablanca geborene Bouchra Khalili ist eine internationale Künstlerin. Das zu werden, klingt leichter als es war. Das Interesse für politische Kunst, so Khalili, reicht zurück in ihre Teenagerzeit in Casablanca, als das Schengen-Abkommen in den 90er Jahren die innereuropäischen Grenzen bedeutungslos werden ließ – aber nur für Europäer, nicht für Menschen aus Afrika wie sie. Die mussten die Straße von Gibraltar meist nach wie vor auf illegalen und gefährlichen Wegen überqueren. Geschichten von Flucht und Migration kennt Khalili, seit sie denken kann.

Ihre Kunst umfasst In...

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