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09.06.2018 / Ausland / Seite 7

Israel, Palästina und die deutsche Linke

Die progressiven Kräfte im Nahen Osten brauchen Solidarität – vor allem aus der Bundesrepublik. Gastkommentar

Tsafrir Cohen

Diese Woche jährte sich die Besatzung der Palästinensergebiete durch die israelische Armee zum 51. Mal. Dessen wird nirgends groß gedacht, und die Welt scheint sich damit arrangiert zu haben, dass ein Ende der langanhaltenden Besatzung, etwa in der Form einer von Israelis und Palästinensern vereinbarten Zweistaatenlösung, nicht absehbar ist.

Vor Ort bleiben die Dinge allerdings nicht gleich. Für jedermann sichtbar, etabliert sich eine permanente israelische Herrschaft. In der Westbank und im von Israel annektierten Ostjerusalem wurden über eine halbe Million israelische Staatsbürger völkerrechtswidrig angesiedelt, während die eigentlich dort lebenden Palästinenser in dichtbevölkerte Enklaven verdrängt werden, die in allen wesentlichen Aspekten von Israel abhängen.

Wie menschenunwürdig, aber auch explosiv die Situation in solchen Enklaven ist, zeigt ein Blick auf den kleineren Teil der besetzten Gebiete, den Gazastreifen, in dem die Bevölkerung im Zustand ...

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