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09.06.2018 / Inland / Seite 4

»Geschwärzt und geweißt«

Fall Oury Jalloh: Sonderermittler im Landtag erhalten Mandat. Wann sie ihre Arbeit ­aufnehmen können, ist aber noch unklar

Susan Bonath

Der Feuertod von Oury Jalloh vor gut 13 Jahren in einer Dessauer Polizeizelle beschäftigt die Politik in Sachsen-Anhalt. Am Freitag setzte der Rechtsausschuss des Landtages mit Jerzy Montag, Anwalt und ehemaliger Bundestagsabgeordneter (Bündnis 90/Die Grünen), und dem früheren bayrischen Generalstaatsanwalt Manfred Nötzel zwei Sonderermittler ein. Doch einerseits wirft die Personalie Nötzel Fragen auf, andererseits ist unklar, wann er und Montag mit ihrer Arbeit beginnen können. Zudem ist das politische Prozedere intransparent. Rechtsanwältin Beate Böhler, die Jallohs in Guinea lebenden Vater vertritt, monierte zudem am Donnerstag im Gespräch mit jW, man habe ihr und ihrer Kollegin Gabriele Heinecke »bis heute keine vollständige Akteneinsicht gewährt«. Die Anwältinnen wollen diese jetzt einklagen.

Der Grünen-Abgeordnete Sebastian Striegel versicherte gegenüber jW, die Sonderermittler hätten ein »robustes Mandat«. Sie könnten die seit Februar in der Geheim...

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