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08.06.2018 / Inland / Seite 4

Galgenfrist für Potsdamer Kreativzentrum

Stadtverordnetenversammlung spricht sich gegen den langfristigen Erhalt des Rechenzentrums aus

Matthias Krauß

Im Abendsonnenschein werfen auch die Wände des Potsdamer Rechenzentrums im Innenhof lange Schatten. Mehrere Dutzend der Nutzer des Hauses – Künstler und Kreative – schauen sich hier am Mittwoch abend gemeinsam die Übertragung der Stadtverordnetenversammlung an, auf der nun definitiv das Ende ihres Zentrums beschlossen werden wird – wenn auch mit einer fünfjährigen Galgenfrist.

Mehrfach ist die Liveschaltung aus dem Rathaussaal gestört und unterbrochen. »An uns liegt es nicht«, ruft Achim Trautvetter, der eigentlich für das Freiland-Jugendzentrum und dessen Zukunft kämpft. »Das Problem liegt im Stadthaus – wie immer«. »Ist das Sabotage?« fragt jemand in die Runde. »Richtig«, findet die Brandenburger Landtagsabgeordnete Anita Tack (Die Linke), die gemeinsam mit Martina Trauth, der Linke-Kandidatin für das Amt des Oberbürgermeisters, unter den zumeist jungen Menschen sitzt.

»Wenn ich im September gewählt werden sollte, werde ich mich für den Erhalt des Reche...

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