07.06.2018 / Ausland / Seite 7

NATO schwingt den Säbel

Zweiwöchiges Großmanöver im Baltikum gestartet. Russland vermutet Einkreisung von Kaliningrad als wahres Szenario

Reinhard Lauterbach, Poznan

Schon seit Wochen geht es auf Polens Straßen olivgrün zu. Dutzende Kolonnen von Militärfahrzeugen diverser NATO-Staaten sind in Richtung Osten unterwegs, auf der polnischen Seite der Oderbrücke an der Autobahn Berlin–Warschau ist extra ein US-Militärposten stationiert worden: »Konvoiführer – am Checkpoint melden« steht auf Englisch und Deutsch auf neu aufgestellten Schildern.

Offizielles Ziel der NATO-Übung »Saber Strike« (Säbelhieb) ist wie immer die Abwehr einer »russischen Bedrohung« für das Baltikum. Solche Manöver finden dort regelmäßig seit 2010 statt. Das diesjährige ist das bisher größte. 18.000 Soldaten aus 19 Mitgliedsstaaten nähmen teil, teilt die NATO mit. Rund 1.500 schwere Fahrzeuge und 45 US-Panzer würden als Teil der Übung in die Manöverregion verlegt. Letztere wurden im belgischen Antwerpen entladen und mit der Bahn nach Osten geschafft, ein ganzes motorisiertes »Kavallerieregiment« der US-Armee setzte sich schon Ende Mai von seinem Stand...

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