06.06.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Geld für Sozialabbau

In der Euro-Zone kursieren verschiedene Pläne für eine größere und neoliberal verfasste Währungsunion. Berlin signalisiert Paris Entgegenkommen

Steffen Stierle

Die Regierungen der größten und zweitgrößten EU-Volkswirtschaft, Deutschland und Frankreich, zanken seit Monaten über eine gemeinsame Linie bei den anstehenden Reformen der Euro-Zone. Am Sonntag hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf die Vorschläge aus Paris reagiert und ein bisschen Entgegenkommen gezeigt. Doch die Annäherung bei Themen wie dem Europäischen Währungsfonds (EWF) oder dem sogenannten Investivhaushalt ist zaghaft.

Großbritannien, die drittgrößte Volkswirtschaft der EU, befindet sich derweil in schwierigen Austrittsverhandlungen. In der viertgrößten Ökonomie, Italien, übernahm gerade eine dezidiert Euro-kritische Regierung das Ruder und in der fünftgrößten, Spanien, wurde der Regierungschef vom Parlament gestürzt, ohne dass sein Nachfolger eine stabile Mehrheit hinter sich hätte.

Neoliberale Anreize

In dieser komplexen Gemengelage erhöhte jüngst auch die EU-Kommission mit neuen Reformvorschlägen den Einigkeitsdruck: Mit einer sogenannten...

Artikel-Länge: 5218 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe