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06.06.2018 / Titel / Seite 1

Zschäpes Weißwäscher

NSU-Prozess: Verteidiger fordern Freilassung, werfen BKA verbotene Vernehmungsmethoden vor und halten Kollegen für außerstande, ihren Job zu machen

Claudia Wangerin, München

Die ungewollten »Altverteidiger« von Beate Zschäpe fordern für die Hauptangeklagte im NSU-Prozess Freispruch in fast allen Anklagepunkten. »Beate Zschäpe ist keine Terroristin, sie ist keine Mörderin und keine Attentäterin«, sagte Rechtsanwalt Wolfgang Heer am Dienstag vor dem Oberlandesgericht München. Nur das Anzünden der letzten Wohnung, in der sie mit den untergetauchten Neonazis Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt in Zwickau gelebt hatte, sei ihr vorzuwerfen. Zschäpe sei aber sofort freizulassen, da es sich nur um einfache Brandstiftung handle und sie seit sechs Jahren und sieben Monaten in Untersuchungshaft sitzt. Die maximal mögliche Strafe sei abgegolten.

Heer verteidigt Zschäpe im Prozess um den »Nationalistischen Untergrund« (NSU) mit seinen Kollegen Wolfgang Stahl und Anja Sturm gründlich, aber unfreiwillig – das anfangs gute Verhältnis zwischen ihr und den Anwälten gilt als zerrüttet. Entpflichtungsanträge beider Seiten blieben erfolglos. Zschäpe ha...

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