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05.06.2018 / Inland / Seite 4

Kampf gegen Angst und Ausgrenzung

Migrantenorganisationen treffen sich in Berlin. Forderungen nach Partizipation auf allen Ebenen

Jan Greve

Viele Nachrichten haben eine kurze Halbwertszeit. Als Heimatminister Horst Seehofer im März seine Berliner Mannschaft der Staatssekretäre vorstellte, musste er sich die eine oder andere Frage gefallen lassen. Der Grund: Die acht Posten besetzte der CSU-Politiker ausschließlich mit »biodeutschen« Männern im sogenannten besten Alter. Diversität? Fehlanzeige. Keine Frau und kein Migrant findet sich in der Riege. Das Beispiel macht als eines von unzähligen deutlich: Politiker wie Seehofer sprechen lieber über Migranten (Stichworte »Obergrenze«) oder Frauen (Stichwort »Herdprämie«) als mit ihnen.

Gegen diese Praxis regt sich zunehmend Widerstand. Am Montag und Dienstag treffen sich in Berlin Vertreter aus rund 60 Gruppen zur Bundeskonferenz der Migrantenorganisationen (BKMO). Bereits Montag früh machten zwei Repräsentanten klar, worum es ihnen geht: Der Zugang zu Ressourcen, Positionen und Privilegien sei in der bundesdeutschen Gesellschaft ungleich verteilt, ...

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