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02.06.2018 / Ausland / Seite 7

Viel Lärm um nichts

Macron inszeniert Einigung libyscher Politiker. Den Ergebnissen traut niemand.

Knut Mellenthin

Am 10. Dezember sollen in Libyen die Parlaments- und Präsidentenwahlen stattfinden. Das wurde von vier Politikern des Landes am Dienstag in Paris im Rahmen einer Veranstaltung auf Einladung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron vereinbart. Anwesend waren auch Diplomaten aus zahlreichen Ländern, darunter Repräsentanten der fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats. Mehrere Staaten, die libysche Konfliktparteien militärisch und finanziell unterstützen – darunter Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und die Türkei – waren ebenso vertreten wie die Arabische Liga und die Dachorganisation aller Länder des Kontinents, die Afrikanische Union.

Man muss folglich von einem Großereignis sprechen, durch das sich Macron wieder einmal als Vermittler von Weltgeltung präsentiert hat. Dennoch ist es so gut wie unmöglich, Kommentatoren zu finden, die dem Ergebnis realpolitische Bedeutung beimessen würden. Denn schon die gemeinsame Erklärung, in ...

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