01.06.2018 / Feuilleton / Seite 10

Nüscht mit Wilhelm

Eike Stedefeldt

»Der Admiral Friedrich v. Hollmann ist«, so die Berliner Volks-Zeitung am 23. Januar 1913 auf der Titelseite, »am Dienstag morgen gestorben. Hollmann war geborener Berliner, und der Gedanke läge nahe, nach ihm eine Straße in Berlin zu benennen.« Doch es gab bereits eine Hollmannstraße: »Sie ist erst im Jahre 1789 angelegt worden. Erst 68 Jahre später, im Jahre 1857, wurde die Husarenstraße in Hollmannstraße umbenannt, und zwar, um den durch seine wohltätigen Stiftungen verdienten Stadtältesten August Wilhelm Hollmann zu ehren, der am 27. Mai 1858 gestorben ist.«

Der auf dem Friedhof III der Jerusalems- und Neuen Kirche an der Seite seiner Frau ruhende, ehrenhalber zum »Stadtältesten« Ernannte hieß allerdings August Carl Friedrich Hollmann. Aber wie soll man sich anlässlich seines 160. Todestags ein Bild von ihm machen? Weder die Allgemeine noch die Neue Deutsche Biographie erwähnen ihn, noch das Bezirks- oder das Berliner Biographische Lexikon. Vage sind ...

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