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31.05.2018 / Feuilleton / Seite 11

Putin und der Weltgeist

(Vor)letzte Warnung: Der Exdiplomat Igor Maximytschew versucht das russisch-deutsche Verhältnis zu kitten

Reinhard Lauterbach

Vor kurzem gab der in letzter Zeit oft als »Putin-Versteher« diffamierte Politikberater Alexander Rahr dem Portal »ostexperte.de« ein Interview über die Perspektiven der vierten Amtszeit Wladimir Putins. Eher beiläufig erwähnte er, dass in Moskau so gut wie alles Vertrauen gegenüber Europa im allgemeinen und Deutschland im besonderen verschwunden sei. Das aktuelle Buch des russischen Deutschlandexperten Igor Maximytschew ist ein Beleg für diese These. Es liest sich wie ein letzter Warnruf, den ein Mann hoch in den Achtzigern nicht versäumt haben möchte.

Deutschland ist Maximytschews Lebensthema. Einen Großteil seines Berufslebens über diente er der So­wjetunion als Diplomat in beiden deutschen Staaten. Der Autor hatte Gelegenheit, ihn um 1980 an der Universität Bonn als Diskussionsredner zu erleben, der die jeweiligen Positionen der Regierungen seines Landes eloquent vertrat – seinerzeit die Breschnews, später auch die Gorbatschows. Heute kritisiert er im...

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