31.05.2018 / Ausland / Seite 7

Vergessene Krise

Wegen des Kriegs und Ernteausfällen leiden die Menschen in Südsudan Hunger

Gerrit Hoekman

Die britische Hilfsorganisation Oxfam hat vor einer großen Hungersnot im Südsudan gewarnt. Nur durch sofortige Maßnahmen sei die Katastrophe noch abzuwenden. In der Region um die Kleinstadt Pibor im Osten des Landes sollen sich die Menschen schon jetzt von Gras und Unkraut ernähren, wie die britische Zeitung The Independent am Dienstag berichtete.

»Eine Frau in Pibor sagte, dass ihre Familie darauf zurückgreift, Gras und Unkraut zu kochen, was sie krank mache – aber dass sie keine andere Chance hätten, wenn sie überleben wollen«, schilderte Nicolo Di Marzo, bei Oxfam zuständig für den Südsudan, die prekäre Situation. »Wir sehen ähnliche, besorgniserregende Trends im ganzen Land. Das ist kein isoliertes Problem«, sagte er laut The Independent. »Wir müssen jetzt schnell handeln, um Leben zu retten.«

Oxfam verweist auf einen bereits im April erschienenen Bericht des US-amerikanischen Hunger-Vorwarnsystems FEWS NET, das 1984 von der Regierung in Washington in...

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