31.05.2018 / Inland / Seite 5

Fusion macht Sorgen

Beschäftigte der Bahnsparten von Siemens und Alstom fordern bei Aktionstag Garantien für alle europäischen Standorte

Stefan Thiel

Wenn zwei Unternehmen fusionieren, die ähnliche Produkte herstellen, bedeutet das für die Beschäftigten und deren Arbeitsplätze mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nichts Gutes. Ökonomen nennen das nüchtern »Marktbereinigung« und sprechen von »Syner­gien«, oder – wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) am Mittwoch – besonders elegant von »Verbundvorteilen«.

Eben solche »Einspareffekte« in Höhe von 470 Millionen Euro versprechen sich die Konzernspitzen von Siemens und dessen französischem Konkurrenten Alstom von der im vergangenen September angekündigten Zusammenlegung der jeweiligen Bahntechniksparten. Seitdem werden die betroffenen Mitarbeiter über ihre Zukunft weitgehend im unklaren gelassen.

Für deutsche Standorte wie Berlin, München, Erlangen, Krefeld und Braunschweig gab die Kapitalseite zwar bereits Garantien ab, diese gelten aber nicht für die französischen Werke. Völlig unklar ist die Zukunft der Produktionsstätten etwa in Belgien, Italien, Sp...

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