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31.05.2018 / Titel / Seite 1

Schnüffler auf Entzug setzen

Bundesregierung von Betreiber des weltgrößten Internetknotenpunkts verklagt. Der will BND-Glasfaserüberwachung stoppen

Marc Bebenroth

Eine millionenfache Grundrechtsverletzung gebe es in Deutschland nicht, behauptete im August 2013 der damalige Kanzleramtschef Ronald Pofalla (CDU). Zugleich erklärte er kurzerhand die Debatte um Massenüberwachung durch deutsche, britische und US-amerikanische Geheimdienste für beendet. Für das Gegenteil sprechen zahlreiche Beweise und Indizien. Viele davon verdanken wir Edward Snowden, ehemaliger Mitarbeiter des US-Geheimdienstes NSA. Vor fünf Jahren berichteten Journalisten des britischen Guardian auf der Grundlage von ihm gelieferter Informationen erstmals über das Ausmaß der weltweiten Überwachung. Bei dieser gewährleistet das Anzapfen der globalen Internetknotenpunkte höchste Effizienz. Wer auf sie zugreifen kann, dem fällt quasi der weltweite Datenstrom in die Hände.

Der weltweit größte Netzknotenpunkt befindet sich in Frankfurt am Main. Dort unterhält die Betreiberfirma De-Cix mehrere Rechenzentren, in denen mehr als 1.000 Glasfaserkabel zusamme...

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