30.05.2018 / Feuilleton / Seite 14

Rotlicht: Geistig-moralische Wende

Ronald Weber

Schon im Bundestagswahlkampf 1980 tauchte der Begriff auf, mit dem der Beginn der Ära Kohl noch heute verknüpft ist. Eine »geistig-moralische Wende« wollte man einleiten. Die Unionsparteien erhielten mit ihrem Spitzenkandidaten Franz Josef Strauß die Mehrheit der Stimmen, für eine Regierungsübernahme reichte es trotzdem nicht. Die sozialliberale Koalition aus SPD und FDP unter Kanzler Helmut Schmidt ging in die dritte Runde. Erst zwei Jahre später war es dann soweit. Nachdem sich die FDP unter der Führung von Hans-Dietrich Genscher für den Wechsel des Koalitionspartners entschieden hatte, wurde Schmidt am 1. Oktober 1982 gestürzt und Kohl zum Kanzler gewählt. Zwei Tage darauf äußerte Kohl in einem Interview mit dem ZDF: »Wir werden eine Wiederbelebung unserer Wirtschaft, eine Wiederbelebung unseres Leistungswillens, unserer Leistungskraft, die notwendige Opferbereitschaft, etwa um den Staatshaushalt in Ordnung zu bringen, nur dann in der Tat bewegen könne...

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