30.05.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Infrastruktur für Besatzer

Deutsche Unternehmen machen gute Geschäfte mit Marokko. Und zementieren den Status quo in der Westsahara

Fabian Wagner

Seit August 2017 ist der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler auf Geheiß des UN-Generalsekretärs António Guterres als Sondergesandter um die Lösung des Konflikts bemüht. Bei einem Besuch im Europaparlament Anfang Mai stellte er seine Pläne vor, denen Abgeordnete unterschiedlicher Fraktionen Respekt zollten. Der Experte für den Kontinent Afrika konnte glaubwürdig vermitteln, dass er sich mit viel Energie für die Sache einsetzt.

Dabei könnten ihm aber Vertreter der europäischen und auch deutschen Politik und Wirtschaft heftig in die Parade fahren: Große Dax-Unternehmen wie Siemens und Heidelberg Cement operieren in der Westsahara, als wäre sie Teil Marokkos. Siemens baut riesige Windparks im Gebiet – strategisch wichtige Infrastruktur, mit der Marokko seine Besatzung rechtfertigt, normalisiert und w...

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