28.05.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Mörderisches Zusammenspiel

Vor 25 Jahren starben fünf türkischstämmige Menschen beim Brandanschlag von Solingen. Politik und Medien befeuerten zuvor rassistische Gewalt

Markus Bernhardt

Zu Beginn der 1990er Jahre, nach der Einverleibung der DDR, kam es in Deutschland zu einem Aufflammen rassistisch motivierter Gewalt. Noch heute gelten Städtenamen wie Mölln, Rostock, Hoyerswerda und Solingen als Synonyme für die von Neonazis begangene, mörderische Serie von Brandanschlägen auf von Migrantinnen und Migranten bewohnte Häuser und Einrichtungen. Vielerorts in der Bundesrepublik herrschte damals eine Pogromstimmung, die sich gegen Nichtdeutsche richtete und von etablierter Politik sowie Medien offensiv angeheizt wurde.

Vor 25 Jahren, am 29. Mai 1993, verübte eine Gruppe von Jugendlichen einen Brandanschlag auf das Haus der Familie Genc in der Unteren Wernerstraße 81 in Solingen. Dabei kamen insgesamt fünf Frauen und Mädchen ums Leben. 14 weitere Personen wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Nur drei Tage zuvor hatte eine Mehrheit der Bundestagsabgeordneten den sogenannten Asylkompromiss im Bundestag durchgewinkt, der nichts anderes als ...

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