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25.05.2018 / Ansichten / Seite 8

Brüssel im Hamsterrad

Pläne zur Stabilisierung der Euro-Zone

Simon Zeise

Man könnte fast schon Mitleid mit den Technokraten in Brüssel haben. Für ihre am Donnerstag vorgestellten Pläne zur Stabilisierung der Euro-Zone ernteten sie ausschließlich Missgunst. Damit Banken auch Staatsanleihen von kaputtgesparten Ländern wie Griechenland kaufen, sollen Investoren Papiere mehrerer Mitgliedsstaaten in Verbriefungen, sogenannte Sovereign Bond Backed Securities (SBBS) packen.

Zaghaft geht man in Brüssel zu Werke. Es handele sich auf gar keinen Fall um Euro-Bonds, hieß es. Eine Schuldnerhaftung werde ausgeschlossen – die Bundesregierung kann beruhigt sein, so sollte das verstanden werden. Sie muss nicht für andere Staaten einspringen, die Kredite nicht bedienen können.

Trotzdem ertönte aus Berlin unverzüglich ein Nein. Die Überlegungen seien nach Ansicht der Bundesregierung »nicht zielführend«. Das Finanzministerium probte einen antikapitalistischen Zungenschlag. Nicht zuletzt die Finanzmarktkrise 2008 ha...

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