25.05.2018 / Inland / Seite 5

Spahns schlechter Witz

Gesundheitsminister legt »Sofortprogramm« gegen Pflegenotstand vor. Kritiker bemängeln »Stückwerk« und fordern mehr Geld

Ralf Wurzbacher

Das durch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) angekündigte »Sofortprogramm« gegen den Pflegenotstand in deutschen Krankhäusern und Altenheimen stößt auf Kritik bei Gewerkschaften und Sozialverbänden. Der Aktionsplan sei »leider ein Witz«, beklagte am Donnerstag der Präsident der Diakonie, Ulrich Lilie. »Mit diesen 13.000 Symbolstellen gewinnen wir nichts in diesem Land«, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Das Vorhaben werde die Bedingungen in der Pflege »nicht maßgeblich verbessern«, monierte Verena Bentele, Chefin des Sozialverbands VdK Deutschland. Der Paritätische Wohlfahrtsverband mahnte »weitere verbindliche Schritte« an. Andernfalls wären die Maßnahmen nicht mehr als ein »Trostpflaster«.

Spahn hatte am Mittwoch Eckpunkte eines Pakets vorgestellt, mit dem die Koalition ab 1. Januar 2019 für mehr Personal und bessere Arbeitsbedingungen in den Altenpflegeeinrichtungen sorgen will. Zentrales Ziel ist es demnach, 13.000 zusätzliche Ste...

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