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24.05.2018 / Feuilleton / Seite 10

Das mögliche Andere

Esther Kinsky bringt mit »Hain« die literarische Romantik auf den Stand

Stefan Gärtner

Mit Esther Kinsky hat eine Schriftstellerin den Preis der Leipziger Buchmesse erhalten, die tatsächlich schreiben kann und deren akkurater Stil sich in jenem Grenzland zwischen gemacht und vorgefunden bewegt, das »Hain« als das zwischen Kunst und Natur, Leben und Tod erkundet. Von der Romantik kommen sie ja hierzulande nicht los, und wenn es Zivilisationsromantik ist, die ihre »Geheimsprache«, wie Wittgenstein im Motto erwägt, »mit der Anordnung von Bäumen« formuliert. Kinskys bei Suhrkamp erschienener »Geländeroman« – Gelände, heißt es einmal, sei weder Landschaft noch Obdach – besteht auf den Geheimsprachen der ersten und der zweiten Natur: Hunde »markierten eine Grenze, die ich nicht verstand und über die ich nicht belehrt werden wollte. (…) Wie durch eine Zauberpforte entlassen, stand ich kurz darauf an einer großen Straße. (…) Der weißlich leuchtende Friedhof und das Dorf im gelben Laternenschein waren Gegensätze in der Nacht genauso wie am Tag, zwei...

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