23.05.2018 / Ausland / Seite 6

Fast schon eine Kriegserklärung

Washington konfrontiert den Iran mit maßlosem Forderungskatalog

Knut Mellenthin

Die US-Administration droht dem Iran mit den »stärksten Sanktionen der Geschichte«. Das ist der Kern der »neuen Iran-Strategie«, die Außenminister Michael Pompeo am Montag in einem Referat bei der neokonservativen »Heritage Foundation« vorstellte. Aufmerksame Beobachter machten darauf aufmerksam, dass die Ausführungen des früheren CIA-Chefs Pompeo zum Teil ein Abklatsch der »Bemerkungen zur Iran-Strategie« waren, mit denen sich US-Präsident Donald Trump schon am 13. Oktober vorigen Jahres an die Öffentlichkeit gewandt hatte. Ein neues Element in Pompeos Vortrag waren aber die zwölf ausformulierten Forderungen, denen sich Teheran unterwerfen soll, wenn es dem angedrohten Schicksal der Aushungerung und des wirtschaftlichen Zusammenbruchs entgehen will. Auf dieser Liste stehen unter anderem:

Iran soll die Anreicherung von Uran, die dafür durch das Wiener Abkommen bis zum Jahr 2030 erlaubten Mengen sind ohnehin gering, völlig einstellen und für alle Zeit unte...

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