19.05.2018 / Wochenendbeilage / Seite 6 (Beilage)

Die Idee der Unterdrückung

Didier Eribon, Geoffroy de Lagasnerie und Édouard Louis sind die Speerspitzen einer neuen französischen Gesellschaftskritik

Jakob Hayner

Sie gelten in Frankreich als eine Trias kritischer Intellektualität: Der Soziologe Didier Eribon, der Schriftsteller Édouard Louis und der Philosoph Geoffroy de Lagasnerie. Die drei verbindet neben einer Freundschaft ihr gesellschaftskritisches publizistisches Engagement. Sowohl der 1953 geborene Eribon als auch der 1981 geborene de Lagasnerie und der 1992 geborene Louis stehen dabei in der Nachfolge der kritischen Philosophie und Soziologie Michel Foucaults (1926–1984) und Pierre Bourdieus (1930–2002). Foucault hatte in seinen Analysen der Machtapparate der bürgerlichen Gesellschaft und des Staates vor allem Gefängnisse und sogenannte Irrenanstalten im Blick gehabt, an deren Beispiel er die Herrschaftstechniken der Justiz, Medizin und Polizei beschrieb. Vor seinem Tod im Jahre 1984 widmete er sich vor allem der Analyse neoliberaler Herrschafts- und Regierungstechniken. Bourdieu richtete sein Augenmerk auf die nahezu unsichtbaren Reproduktionsmechanismen ...

Artikel-Länge: 17133 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe