18.05.2018 / Feminismus / Seite 15

Aufbruch der Frauen

Das Kunstmuseum Ahrenshoop würdigt die vor 50 Jahren verstorbene Malerin Dora Koch-Stetter

Cristina Fischer

Ein hellblondes Mädchen sitzt mit rotem Schürzenkleid und rotem Schleifchen im Haar auf einer Wiese und schaut versunken auf etwas, das es in seiner Hand hält. Mit wenigen Farben impressionistisch getupft und gestrichelt, verschwimmt die Kleine mit ihrer Umgebung zu einer flirrenden und friedlichen Vision des Sommers, wie nur Kinder ihn erleben. Ohne Sentimentalität, aber anrührend gemalt von der Künstlerin Dora Stetter im Jahr 1911.

Die Tochter einer Zeichenlehrerin, die früh ihren Vater verloren hatte, war 1881 in Bayreuth zur Welt gekommen und in Berlin aufgewachsen. Die Mutter stand – was damals noch ungewöhnlich war – durch ihre Malschule finanziell auf eigenen Füßen. Dora wuchs unter starken Frauen auf und erwies sich bald selbst als künstlerisch begabt. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Zeichenlehrerin und studierte unter anderem bei Lovis Corinth und Arthur Segal. Auf zahlreichen Reisen, zum Beispiel nach Belgien, sammelte sie Eindrücke. Wie ihr...

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