18.05.2018 / Ausland / Seite 7

»Ein ganz normaler Arbeitstag«

In einer türkischen Fabrik in Serbien streikten die Beschäftigten, anschließend wurden mehrere entlassen

Roland Zschächner

Die Beziehungen zwischen Belgrad und Ankara sind blendend, zumindest wenn man den offiziellen Verlautbarungen Glauben schenken will. Vor allem der wirtschaftliche Austausch floriere. Doch die Arbeiter der Textilfabrik Kaizen in der serbischen Stadt Smederevo können von der Kehrseite des türkischen Engagements auf dem Balkan berichten. Am vergangenen Freitag streikten sie, weil sie ihre Löhne nicht erhielten und Überstunden nicht bezahlt wurden. Außerdem seien die Arbeitsbedingungen katastrophal. Arbeitstage von bis zu zwölf Stunden seien keine Seltenheit, Verträge werden nur für drei bis fünf Monate ausgestellt, obwohl Angestellte bereits mehr als zwei Jahre in der Fabrik, die zum türkischen Konzern Kardem gehört, beschäftigt seien.

Die Reaktion des Unternehmens folgte prompt. Am Samstag wurden mehrere Arbeiter vor die Werksleitung zitiert, wo ihnen mitgeteilt wurde, dass sie entlassen seien, wie serbische Medien berichteten. Um einen Zusammenhang mit ...

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