16.05.2018 / Inland / Seite 2

»Angst vor einer Polizei, die keine Kritik hören will«

Regensburg: Zwei Polizisten schlagen einen Verhafteten, Passant zeigt Zivilcourage – und steht dann selbst vor Gericht. Gespräch mit Kurt Raster

Gitta Düperthal

Sie mischten sich am 11. Juli 2017 in Regensburg ein, als Sie beobachteten, wie zwei Polizisten gewaltsam gegen einen unbewaffneten Mann vorgingen, der sich bereits ergeben hatte. Ein anschließend eingeleitetes Verfahren gegen Sie wegen »Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes« stellte das Amtsgericht Regensburg am Montag ein, legte die Kosten der Staatskasse zur Last. Gegen die Beamten wird weiter ermittelt. Worum ging es?

An diesem nun fast ein Jahr zurückliegenden Tag wurde ich Zeuge, wie zwei Polizisten einen Mann verfolgten, der vor ihnen davonlief. Der erkannte dann offenbar die Ausweglosigkeit seiner Lage, kauerte sich vor eine Hauswand und erhob die Hände – was bekanntlich als internationales Zeichen gilt, dass man sich ergibt.

Trotzdem packte ihn der zuerst angekommene Polizist mit der linken Hand am T-Shirt und schlug ihn mit dem rechten Ellenbogen ins Gesicht. Der zweite Verfolger stieß den Mann um und rammte ihm das Knie ins Genick. Sie legt...

Artikel-Länge: 4432 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe