16.05.2018 / Inland / Seite 4

Bürokratie zu Lasten der Ärmsten

Frankfurt am Main: Viele junge Hartz-IV-Bezieher erhalten wegen absurder Hürden kein Sozialticket

Gitta Düperthal

Die Stadt Frankfurt am Main ermöglicht Schülern und Auszubildenden die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel in ganz Hessen für 365 Euro pro Jahr. Für die Kinder von Geringverdienern und Hartz-IV-Beziehern ist es noch einmal günstiger – theoretisch. Die genannten Personengruppen können in der Mainmetropole den kostenlosen Frankfurt-Pass beantragen. Haben sie den, sollen Kinder aus diesen Familien das »Schülerticket Hessen« für 20,50 Euro monatlich erhalten. Als Jahresticket ist es für 239 Euro zu haben.

Der Pferdefuß: Hartz-IV-Bezieher kommen nur in absoluten Ausnahmefällen an so einen Dauerfahrschein heran. Franciska F., Schülerin eines Frankfurter Abendgymnasiums, berichtete gegenüber jW, der Frankfurt-Pass, Voraussetzung für den Erhalt des Sozialtickets, habe seit Anfang 2017 nur noch sechs Monate Gültigkeit. Er wird nur bewilligt, wenn man einen Bescheid des Jobcenters über einen Bedarfszeitraum von sechs Monaten vorweisen kann. Außerdem muss die Bildun...

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