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14.05.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Bürger fürs Hakenkreuz

Bundeswehr und Rheinmetall prägen Faßberg in der Lüneburger Heide. Naziglocke hat hier viele Bewunderer

Kristian Stemmler

In einer Chronik sind die Anfänge des Militärflugplatzes im südlichen Teil der Lüneburger Heide zwischen Munster und Celle beschrieben: »Am 6. November 1933 wurde der erste Spatenstich zur Errichtung des Fliegerhorstes Faßberg getan. Der Name Faßberg wurde nach dem in der Nähe gelegenen, 92 Meter hohen Faßberg, einem bescheidenen Hügel, gewählt.« Der Flugplatz ist heute mit einer Fläche von 574 Hektar einer der größten der Bundeswehr. 574 Hektar, das entspricht etwa 800 Fußballfeldern. Gerade mal zwei mal zwei Zentimeter groß ist dagegen das Hakenkreuz, das auf einer Glocke in der Michaelkirche des Ortes abgebildet ist. Für manche in dem Ort ist kaum zu verstehen, warum dieses kleine Symbol seit Monaten für großen Wirbel sorgt. Dabei machen der wesentlich größere Luftwaffenadler und die Jahreszahl 1938 auf der Glocke unmissverständlich klar: Sie ist ein Relikt des deutschen Faschismus – eine der mindestens ein Dutzend Naziglocken, die noch in deutschen Ki...

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