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11.05.2018 / Feminismus / Seite 15

Ungeküsst und hasserfüllt

Seit dem Anschlag von Toronto wird über »Incels« diskutiert, eine Gruppe sexuell frustrierter Frauenfeinde. Der Täter war einer von ihnen

Johanna Montanari

In Toronto, Kanada, raste am Montag, dem 23. April, ein Lastwagen in eine Menschenmenge. Als der Wagen zum Stehen kam, waren zehn Personen tot und 14 weitere verletzt. Der Fahrer, ein Kanadier mit armenischen Wurzeln, wurde verhaftet. Zum Terroristen wurde der 25jährige Alek Minassian aber nicht, weil er sich durch islamistische Propaganda dazu hatte »inspirieren« lassen. Er mordete wahrscheinlich, weil er nicht das bekommen konnte, was ihm seiner Meinung nach zustand: Sex. Ein Ermittler bestätigte laut Tagesschau.de, die meisten Toten und Verletzten seien weiblich.

Kurz vor der Tat hatte Minassian auf Facebook angekündigt, die »Rebellion der Incels« habe begonnen. »Incels« sind eine misogyne Internetsubkultur von mehrheitlich jungen heterosexuellen Männern. Incel steht für »involuntarily celibate«, unfreiwilliges Zölibat. Gutaussehende Männer werden von Incels abwertend »Chad«, attraktive Frauen »Stacy« genannt. Minassian würdigte im selben Facebook-Post...

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