11.05.2018 / Ausland / Seite 7

Schwere Tage für Rohani

Nach Kündigung durch Donald Trump: Iran will Atomabkommen mit EU fortsetzen. Realistisch ist das nicht

Knut Mellenthin

Als US-Präsident Donald Trump am Dienstag im Weißen Haus vor die Mikrophone trat, überraschte er allenfalls dadurch, dass seine Ansprache nicht einen einzigen Gedanken enthielt, der nicht schon seit mehreren Wochen erwartet worden war. Seine Botschaft lässt sich kurz zusammenfassen: Die USA werden sich an das Wiener Abkommen vom 14. Juli 2015, das sie zusammen mit Russland, China, Frankreich, Deutschland, Großbritannien und dem Iran unterzeichnet haben, nicht mehr halten. Alle Sanktionen, auf deren Anwendung die Vereinigen Staaten damals vorübergehend verzichtet haben, werden wieder in Kraft treten, einige schon in 90, andere in 180 Tagen.

Es handelt sich, da die Vereinigten Staaten schon seit Jahrzehnten kaum noch Wirtschaftsbeziehungen zum Iran haben, fast ausschließlich um sogenannte indirekte oder sekundäre Sanktionen. Durch sie können Unternehmen außerhalb der USA sowie Drittstaaten bestraft werden, die mit dem Iran Handel treiben, finanzielle Transa...

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