09.05.2018 / Feuilleton / Seite 14

Rotlicht: Bundesagentur für Arbeit

Susan Bonath

Monat für Monat der gleiche Jubel: immer weniger Arbeitslose. Unter 2,4 Millionen sei ihre Zahl im April gesunken, so die neueste Meldung. Grund sei diesmal »die anhaltende Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt«. Eigentlich, möchte man meinen, müsste die eiserne Wächterin über den von der Politik geradezu geheiligten Arbeitsmarkt nur noch halb so viel zu tun haben wie in den 1990er Jahren. Hat sie aber nicht. Ihr bürokratischer Apparat scheint bestrebt, ins Unermessliche zu wachsen.

Die Bundesagentur für Arbeit, kurz BA, muss weit mehr Aufgaben erfüllen, als die Arbeitslosenversicherung zu managen und Jobs zu vermitteln. Vor allem ist sie Verkünderin der frohen Botschaft: Jeder, der wolle, finde heute seinen Ausbeuter, Verzeihung: »Arbeitgeber«. Es seien so viele Stellen wie nie im Angebot, heißt es. Über deren Qualität gibt nur ein genauer Blick in die von der BA frisierte Statistik Auskunft: Von den mehr als 750.000 offenen Stellen, die aktuell propagi...

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