09.05.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Nicht länger geheim

Datenklau bei Sachsens »Verfassungsschutz« offenbart gravierende Sicherheitslücken

Volkmar Wölk

Wenn der Drehbuchautor einer Krimiserie gewagt hätte, seinem Sender ein solches Skript vorzulegen, hätte ihn die Redaktion wahrscheinlich achtkantig rausgeschmissen und die Zusammenarbeit endgültig beendet. Krimis sind nur dann spannend, wenn die fiktive Handlung eine mögliche Realität abbildet. Ist der Plot zu unwahrscheinlich, dann taugt er nichts.

In Sachsen ist zuweilen das scheinbar Unmögliche bittere Realität. Das unterstrich am Montag in Dresden eine Pressekonferenz der Parlamentarischen Kontrollkommission (PKK) für den Geheimdienst, den »Verfassungsschutz«. Anlass für den ungewöhnlichen Schritt dieses eigentlich äußerst verschwiegenen Gremiums war ein Datendiebstahl im Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) durch einen Mitarbeiter bereits am 5. März. Ein »Sicherheitsvorfall«, so der PKK-Vorsitzende Christian Hartmann (CDU) zurückhaltend.

Ein langjähriger Mitarbeiter, der als Systemadministrator weitgehende EDV-Rechte hatte, so Hartmanns Schilderung...

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