04.05.2018 / Fotoreportagen / Seite 0 (Beilage)

Erster Mai im Tränengas

In einer Situation sozialer Spannung kam es bei der traditionellen Gewerkschaftsdemonstration in Paris zu schweren Ausschreitungen

Willi Effenberger, Paris

In Frankreich standen schon vor dem 1. Mai die Zeichen auf Protest. Bereits 2016 demonstrierten Hunderttausende gegen die Schleifung der Arbeitsmarktgesetze durch den damaligen Präsidenten François Hollande; Plätze wurden besetzt und Straßen blockiert. Verschärft wurde der neoliberale Kurs mit dem Regierungswechsel 2017 und der Machtübernahme von Emmanuel Macron. Anfang des Jahres folgte ein neuer Angriff auf die Arbeiterklasse: Im Februar verkündete der ehemalige Investmentbanker, die staatliche Eisenbahngesellschaft SNCF nach deutschem Vorbild umbauen zu wollen, um sie »wettbewerbsfähig« zu machen. Dafür soll der beamtenähnliche Beschäftigungsstatus der Bahner geändert und auf Neueinstellungen verzichtet werden.

Pünktlich zum 50jährigen Jubiläum der Studentenproteste und Universitätsbesetzungen im Jahre 1968 nahm sich Macron auch den Bildungsbereich vor. Sein Wahlkampfversprechen, das Hochschulsystem zu »transformieren«, will er nun in die Tat umsetz...

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