07.05.2018 / Inland / Seite 4

Marx als Museumsstück

Stadt Trier feiert mit vier Ausstellungen und der Enthüllung einer Statue den 200. Geburtstag ihres größten Sohnes

Daniel Bratanovic, Trier

Als die Hülle fiel, war Erleichterung zu spüren. Lange hatten die dicht gedrängt Versammelten auf dem Simeonstiftplatz in der Mittagssonne weitgehend inhaltsfreie Ansprachen über sich ergehen lassen müssen, bis die Skulptur endlich sichtbar war. Am vergangenen Sonnabend, dem 200. Geburtstag des in der Moselstadt geborenen revolutionären Denkers, ist die Karl-Marx-Statue, ein Geschenk der Volksrepublik China, im Rahmen eines Festakts in Trier enthüllt worden.

2,3 Tonnen schwer und 5,50 Meter hoch hat diese Bronzestatue des chinesischen Künstlers Wu Weishan Freund wie Feind angezogen. In direkter Nachbarschaft wehten die roten Fahnen von mehr als 500 Kommunistinnen und Kommunisten aus Deutschland, Luxemburg, Frankreich und Großbritannien sowie Anhängern der Partei Die Linke, die zuvor auf einer »antikapitalistischen Demonstration« durch die Innenstadt gezogen waren. Dahinter, rund 50 Meter entfernt, protestierten etwa 20 Mitglieder von AfD und deren Jugenda...

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