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05.05.2018 / Ausland / Seite 6

Wenn der Proporz regiert

Der Libanon wählt ein neues Parlament. Ämterverteilung nach Konfessionen erschwert Veränderungen

Karin Leukefeld, Beirut

Im Libanon wird am Sonntag ein neues Parlament gewählt – zum ersten Mal seit neun Jahren. 597 Kandidatinnen und Kandidaten auf 77 Listen sind landesweit angetreten, um einen der 128 Sitze im libanesischen Parlament zu gewinnen. Die neue Legislative wird dann den Ministerpräsidenten wählen.

Ein im vergangenen Jahr neu verabschiedetes Wahlgesetz vertieft zwar die konfessionelle Spaltung des Landes, verspricht aber auch neue Gesichter und Töne im nächsten Parlament. Es ermöglicht erstmals die Abgabe von zwei Stimmen: eine für die bevorzugte Liste, eine weitere für einen bestimmten Kandidaten. Auf dem Wahlzettel finden sich eine Frauenliste, eine Liste ehemaliger Militärs und Gruppen, die für sich in Anspruch nehmen, die Zivilgesellschaft zu vertreten. Die meisten Listen sind Allianzen verschiedener Parteien, was aber nichts über deren Kooperation nach der Wahl aussagt. Erstmals können auch Libanesen wählen, die im Ausland leben. Dafür haben sich 82.000 Perso...

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