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05.05.2018 / Inland / Seite 5

Gier nach Profit

Karl Marx. Seiner Nützlichkeit wegen (Teil 5 und Schluss): Boom und Krise

Klaus Müller

Manchen sind die Wellen des Wirtschaftswachstums ein Rätsel. Sie prägen den Kapitalismus seit der ersten industriellen Revolution. Periodische Krisen gehören zu ihm wie der Donner zum Blitz.

Ursprünglich im Abstand von zehn, elf Jahren, treten sie danach tendenziell in kürzeren Intervallen auf. Sie ergeben sich aus den Gesetzmäßigkeiten der entfalteten kapitalistischen Warenproduktion und können »nur aus der realen Bewegung der kapitalistischen Produktion dargestellt werden«. Mit der ersten Krise 1825 eröffnete die große Industrie, die dem Kindheitsalter entwachsene kapitalistische Warenproduktion, »den periodischen Kreislauf ihres modernen Lebens«.

Kettenreaktionen

Einmal in Gang gekommen, bringt das Räderwerk der Ökonomie in ständiger Wiederholung Perioden steigenden und nachlassenden Wachstums hervor. »Ganz wie Himmelskörper, einmal in eine bestimmte Bewegung geschleudert, dieselbe stets wiederholen, so die gesellschaftliche Produktion, sobald sie einm...

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