Gegründet 1947 Sa. / So., 19. / 20. Oktober 2019, Nr. 243
Die junge Welt wird von 2216 GenossInnen herausgegeben
03.05.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Zinsgewinn dank Euro-Krise

Deutschland profitiert von Erpressung Griechenlands und expansiver Geldpolitik der Europäischen Zentralbank

Vladimiro Giacché

Kritiker der neoliberalen Ordnung der Europäischen Union werden gerne als »Populisten« bezeichnet. Nehmen wir die Nullzinspolitik und das Staatsanleihenkaufprogramm »Quantitative Lockerung« (Quantitative Easing – QE) der EZB. Wie oft haben wir diesbezüglich gehört, dass es sich um ein Geschenk für die Südländer und einen Diebstahl auf Kosten des deutschen Steuerzahlers handle? Wie oft wurde diese Anklage gegen EZB-Präsident Mario Draghi erhoben, um die Notwendigkeit einer Zinserhöhung und eines raschen Endes der QE zu bekräftigen?

Der deutsche Sparer

Nun, die Realität sieht anders aus. Am Centro Europa Ricerche (CER) in Rom haben wir im Januar eine einfache Untersuchung gemacht. Es ging um die Berechnung des Unterschiedes zwischen den Zinsen, die die europäischen Staaten für ihre Staatsschulden von 2007 bis 2017 wirklich bezahlt haben, und der Summe, die sie bezahlt hätten, falls die Zinsen für Staatsanleihen auf dem Niveau von 2006 (Frankreich 3,9 Prozen...

Artikel-Länge: 4607 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen
Bitte einloggen
Hilfe bei Einlog-Problemen

Abo abschließen

Gedruckt

Printabo

Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €

Online

Onlineabo

24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

19,80 Euro/Monat Soli: 25,80 €, ermäßigt: 12,80 €

Verschenken

Geschenkabo

Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

41,80 Euro/Monat Soli: 52,80 €, ermäßigt: 29,80 €