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02.05.2018 / Kapital & Arbeit / Seite 9

Streiks gehen weiter

Frankreich im Arbeitskampf. Bahn geht Beschäftigten ans Geld. Neuer Ausstand bei Air France angekündigt

Hansgeorg Hermann, Paris

Die Regierung will hart bleiben, die Lohnabhängigen halten dagegen. Im Kampf gegen die vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron gewollte »Reform« der staatlichen Eisenbahngesellschaft SNCF (Société nationale des chemins de fer français) geraten die Streikenden »cheminots« zunehmend unter finanziellen Druck (siehe jW vom vergangenen Mittwoch). Die Eisenbahner blieben nicht nur während der bisher zwölf Streiktage ohne Lohn, auch die im Arbeitsplan normalerweise garantierten Ruhetage will das SNCF-Management nicht mehr bezahlen, solange der Arbeitskampf andauert. Im Ausstand bleiben auch die Piloten und Teile des Bodenpersonals der Air France. Sie fordern eine Erhöhung der monatlichen Bezüge um bis zu sechs Prozent.

Macrons Ministerpräsident Edouard Philippe ist inzwischen auf eine der Forderungen der Streikführer eingegangen: Er will die Spitzen der Gewerkschaften am 7. Mai in seinem Amtssitz, dem Hôtel Matignon in Paris, zu »bilateralen Gesprächen« em...

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