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02.05.2018 / Ausland / Seite 8

»Wollen uns nicht mehr vom Westen manipulieren lassen«

Proteste in Ghana und Togo: In vielen Ländern Afrikas entsteht ein panafrikanisches Bewusstsein. Ein Gespräch mit Ridwan Seidu

Martin Dolzer

In Ghana kam es zu Protesten, weil das Parlament Ende März beschlossen hatte, eine Vereinbarung (Memorandum of Under­standing) mit der US-Regierung in Kraft zu setzen. Worum ging es genau?

Viele Menschen in Ghana wollen nicht mehr hinnehmen, dass das Land sich weiter in kolonialistische Abhängigkeiten begibt. Wir wollen weder eine gemeinsame Militarisierung mit den USA, noch den Ausverkauf der Ressourcen oder eine erneute Unterwerfung unter vollkommen ungerechte Bedingungen in zwischenstaatlichen Beziehungen hinnehmen. Mehr als 3.000 Menschen haben gegen das Abkommen demonstriert, in dessen Rahmen die Vereinigten Staaten und deren Dienstleister auch davon ausgenommen werden sollen, Steuern und Zölle zu zahlen. Zudem soll der Armee ein hohes Maß an Immunität gewährt werden. Das werden wir so nicht akzeptieren.

War der Verhandlungsprozess über das Abkommen nachvollziehbar?

Nein. Das Abkommen wurde acht Monate hinter verschlossenen Türen verhandelt und dann ...

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