03.05.2018 / Medien / Seite 15

Argüellos Tod in Kuba

Gedenken an ermordeten Journalisten: 1958 wurde der Ecuadorianer von einem Batista-Schergen erschossen

Volker Hermsdorf, Havanna

In Kuba kennen sogar diejenigen, die noch nie in der Hauptstadt waren, die Kreuzung Prado und Neptuno in der Altstadt von Havanna. Auch tanzbegeisterten Ausländern ist die Ecke durch den Cha-Cha-Cha »La Engañadora«, in dem der Musiker Enrique Jorrin 1948 ein junges Mädchen besang, das hier flanierte, ein Begriff. Nach der Plattenaufnahme im Jahr 1953 wurde das Lied, das mit der Zeile »A Prado y Neptuno« beginnt, sogar zum Welthit. Kaum jemand weiß jedoch, dass sich vor 60 Jahren genau hier der letzte Mord an einem Journalisten in Kuba ereignete. Dies ist ungewöhnlich für einen Kontinent, wo Verfolgung, Folter und Morde an Medienvertretern noch immer an der Tagesordnung sind.

Am 13. Mai 1958 wurde der Reporter Carlos Bastidas Argüello aus Ecuador in der Bar »Cachet« am Prachtboulevard Prado, zwischen den Seitenstraßen Virtudes und Neptuno von einem Agenten der Geheimpolizei des Diktators Fulgencio Batista erschossen. Er wurde nur 23 Jahre alt. Seine Sympat...

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