30.04.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

»Uns stand ein Monster gegenüber«

In Barcelona kämpft eine Mietergewerkschaft gegen Investoren – mit Erfolg. Gespräch mit Irene Sabaté

Jan Greve

Nicht nur in Berlin steigen die Mieten, auch in Barcelona wachsen die Probleme. Wie ist die aktuelle Situation dort?

Wir sind mitten in einer Krise des Wohnungsmarktes. Auf der einen Seite haben wir steigende Mietpreise. In Barcelona sind die Kosten allein in den letzten drei Jahren um 25 Prozent gestiegen. Ähnliche Entwicklungen beobachten wir auch in anderen Städten. Das Ganze ist aber nicht nur ein Problem in den Innenstädten, sondern auch in der Peripherie. Teilweise steigen die Mieten in den Randbezirken stärker als im Zentrum. Der Hauptgrund dafür liegt in der Spekulation auf dem Immobilienmarkt. Dazu gehören Hedgefonds und Immobilienkonzerne, die ganze Häuserblöcke aufkaufen.

In dieser ganzen Gemengelage haben Sie im Mai 2017 die Mietergewerkschaft in Barcelona gegründet. Mit welchen Vorstellungen sind Sie in den Prozess gegangen?

Im Herbst 2016 gab es ein erstes Treffen. Aktivisten, Akademiker und Mieter kamen zusammen. Wir entwickelten den Plan, ...

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