30.04.2018 / Schwerpunkt / Seite 3

Enteignungen, Streiks, Räte

In Berlin wächst der Widerstand gegen Gentrifizierung und Verdrängung. Doch welche langfristigen Perspektiven hat die Mieterbewegung?

Peter Schaber

Am 14. April gingen in Berlin etwa 20.000 Menschen gegen den »Mietenwahnsinn« auf die Straße. Über 250 Initiativen und Organisationen unterstützten die Demonstration. Der Erfolg stärkt jene Akteure, die im Alltag oft mühsame Kämpfe gegen Zwangsräumungen, Mieterhöhungen und Gentrifizierung führen – und befeuert zugleich eine seit Monaten diskutierte Frage: Wie weiter?

Eine Idee, wie dem Aufbegehren eine Form gegeben werden könnte, wird in der Freien Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union (FAU), einer anarchosyndikalistischen Gewerkschaftsföderation, diskutiert. »Für uns stellt sich die Frage, wie eine verbindliche Organisierung im Mietenbereich aussehen könnte – zum Beispiel durch den Aufbau einer Mietergewerkschaft«, erklärt Holger Marcks von der FAU Berlin.

Das Konzept hat nicht nur historische Vorläufer in der Geschichte der Arbeiterbewegung, aktuell erlebt es eine Renaissance. In Großbritannien und den USA konfrontieren »Tenants unions« die Landlords, in Sp...

Artikel-Länge: 4743 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    18,60 Euro/Monat Soli: 23,60 €, ermäßigt: 11,60 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    39,60 Euro/Monat Soli: 49,60 €, ermäßigt: 28,60 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe