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26.04.2018 / Ausland / Seite 6

Im Boot zum Protest

Bewohner der Insel Iranaitivu im Nordwesten Sri Lankas wehren sich gegen Besetzung ihres Landes

Yves Bowie und Silva Lieberherr

Am Montag haben die Proteste der tamilischen Bevölkerung im Nordwesten Sri Lankas gegen die Besetzung ihres Landes durch das srilankische Militär einen neuen Höhepunkt gefunden. Mehrere hundert Protestierende kamen mit 50 Booten vom Ort Mulankavil auf dem Festland zur Insel Iranaitivu, die 2008, gegen Ende des Bürgerkrieges zwischen Sri-Lanka und der tamilischen Rebellengruppe »Liberation Tigers of Tamil Eelam«, von der Marine okkupiert worden war. Begleitet wurden sie von Aktivistinnen und Aktivisten mehrerer NGOs sowie von katholischen Priestern.

Nach Angaben der Regierung hält das Militär weiterhin ungefähr 3.500 Hektar privates Land in seiner Hand. Mehr als 10.000 Familien, die während des Krieges vertrieben worden waren, konnten laut offiziellen Zahlen immer noch nicht in ihre Dörfer zurückkehren. Seit 2017 hat sich zunehmend Protest dagegen formiert, vor allem auf der Insel Iranaitivu, von wo 400 Familien auf das Festland nach Mulankavil umgesiedelt...

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