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26.04.2018 / Ausland / Seite 6

Warten auf Gül

Türkische Opposition auf der Suche nach Präsidentschaftskandidaten

Nick Brauns

Eine Woche nach der Ankündigung des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, am 24. Juni vorgezogene Parlaments- und Präsidentschaftswahlen abzuhalten, sind die Oppositionsparteien hektisch darum bemüht, einen aussichtsreichen Herausforderer für das höchste Staatsamt zu finden. Die Wahlen, nach denen das vor einem Jahr in einem knappen Referendum beschlossene Präsidialsystem in Kraft tritt, finden unter den Bedingungen des Ausnahmezustands statt. Kaum jemand glaubt, dass sich Erdogan, der neben den staatlichen Machtmitteln auch über hochgerüstete Bürgerkriegsmilizen verfügt, einfach abwählen lässt.

Realistisch erscheint so nur der Versuch, Erdogan durch einen oder mehrere Oppositionskandidaten unter 50 Prozent zu drücken und in eine Stichwahl zu zwingen. Damit ließe sich die relative Schwäche seiner Herrschaft demonstrieren, was wiederum zu Brüchen im herrschenden Machtblock führen, einen Palastputsch und außerparlamentarischen Widerstand ermutigen kö...

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