Der Schwarze Kanal: »Barmherzige Mutti«
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24.04.2018 / Betrieb & Gewerkschaft / Seite 15

Ausgegliederte im Ausstand

Beschäftigte der Vivantes-Service-Gesellschaft seit zwei Wochen im Streik. Rückführung der Tochter in den Konzern gefordert

Stefan Thiel

Berlin-Reinickendorf, Aroser Allee 72, Mittwoch, 18. April, halb neun Uhr morgens: In der dortigen Zentrale des kommunalen Klinikkonzerns Vivantes wird später am Vormittag der Aufsichtsrat des Unternehmens tagen. Vor dem Gebäude haben sich etwa 100 Beschäftigte des Tochterunternehmens Vivantes-Service-Gesellschaft (VSG) versammelt. Sie befinden sich zu diesem Zeitpunkt bereits seit einer Woche im Ausstand.

Seit dem 11. April ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi die rund 300 Mitarbeiter der VSG täglich zum Streik auf – an allen neun Standorten des zu hundert Prozent im Eigentum des Landes Berlin befindlichen Konzerns. Die etwa 600 vom Mutterkonzern »gestellten« Beschäftigten der VSG wurden dazu aufgerufen, sich im Rahmen von Solidaritätsstreiks ebenfalls zeitweise an dem Ausstand zu beteiligen.

Auf Transparenten ist zu lesen: »TVöD für alle!«, »Gleiches Geld für alle!« oder etwa »Stoppt die Tarifflucht bei Vivantes!« Das macht deutlich, woru...

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