24.04.2018 / Inland / Seite 4

Nur Einzelfälle?

Tod von Oury Jalloh im Polizeigewahrsam: Generalbundesanwalt weist Strafanzeige gegen tatverdächtigen Dessauer Beamten ab

Susan Bonath

Trotz erhärteten Mordverdachts fühlt sich Generalbundesanwalt Peter Frank im Fall Oury Jalloh weiterhin nicht zuständig. Das geht aus einem am Montag bekanntgewordenen Schreiben von Bundesanwalt Kai Lohse an die »Initiative in Gedenken an Oury Jalloh« hervor, das jW vorliegt. Lohse wies darin deren Anzeige gegen den Polizisten Udo Sch. vom Dezember 2017 zurück. Selbst wenn dieser tatsächlich der Tötung des an Händen und Füßen in der Polizeizelle Gefesselten schuldig sei, handele es sich um einen lokalen Einzelfall ohne Belang für die innere Sicherheit, so Lohse. Der Sierra Leoner Jalloh verbrannte am 7. Januar 2005 an Händen und Füßen gefesselt in einer Dessauer Gewahrsamszelle.

Der inzwischen pensionierte Sch. war maßgeblich in das Tatgeschehen involviert und hat kein Alibi. 2011 hatte ihn der Polizist Torsten B. vor dem Landgericht Magdeburg der Falschaussage überführt. B. hatte Sch. und dessen Kollegen Hans-Ulrich M. kurz vor dem Ausbruch des Feuers in...

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